Aboretum
Der Waldbachfriedhof von 1871 ist nicht nur ein besonderes und geschütztes Denkmal, sondern auch ein wertvoller Grünraum mit seltenen Gehölzen, der sich im Laufe der letzten 140 Jahren zu einem Baumpark mit stattlichen Bäumen und Sträuchern entwickelt hat.
Auf 4,5 ha war diese Fläche mit etwa 50 verschiedenen Laub- und Nadelgehölzen bereits gut durchgemischt. Auf Anregung von Bürgern beschloss der Gemeinderat, den Waldbachfriedhof zu einem Aboretum weiterzuentwickeln und gezielt neue Baumarten in den oranisch gewachsenen Baumbestand des Friedhofes zu integrieren. Unter einem Aboretum versteht man eine Sammlung von Gehölzen, die aus verschiedenartigen oft auch exotischen Bäumen besteht.
Bis zum Frühjahr 2017 sind etwa 63 weitere Arten und Sorten aus mehreren Kontinenten und anderen Klimazonen hinzugekommen. Das asiatische Gelbholz (Korea), der Schneeglöckchenbaum (Nordamerika), die Blasenesche und der persische Eisenholzbaum stehen hier stellvertretend für die Vielfalt, mit der im Jahr 2009 begonnen wurde und die behutzsam und mit Weitsicht weiter ausgebaut werden soll.
Die vielen kleinwüchsigen Gehölze und Sträucher wie Buchs, Azaleen und Rhododentron sind ebenfalls wichtiger Bestandteil dieser Anlage, die auch als grüne Lunge für die Stadt Offenburg große Bedeutung hat.
Die verschiedenen vorhandenen Baumarten des Aboretumgs sowie die Neupflanzungen wurden vom Förderkreis Historischer Waldbachfriedhof kartiert und mit erklärenden Schildern versehen.